in Arbeit
Salty Tea
Kinodokumentarfilm in progress
CH/RU
90
HD

Heranwachsend in einer globalisierten Welt unter den Nomaden von Tuwa träumt Aldyn (13) davon, das wichtigste Pferderennen zu gewinnen, während Octargay (16) lernt, ihre schamanische Gabe zu meistern.

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Es ist eine eisige Winternacht in der Republik Tuwa. Shagaa, das neue Jahr, wird gefeiert und die Männer des Dorfes haben ein Feuer auf dem heiligen Berg entzündet, um die Geister um ein erfolgreiches neues Jahr zu bitten. Alle tragen moderne Kleidung und haben Smartphones, doch mental scheinen sie sich in die Zeit ihrer nomadischen und animistischen Vorfahren zurückversetzt zu fühlen.

Der Schein des Feuers lässt das Gesicht der 13-jährigen Aldyn hervortreten. Er ist in einem kritischen Alter, das die Tuvianer "die Zeit der Hitze" nennen. Sein Vater weiß, dass es an der Zeit ist, ihn in ein Nomadenlager am Rande der Steppe zu schicken, weit weg von Zivilisation, Eltern und Internet. In der Umgebung der Hirten soll der Teenager lernen, seine Leidenschaften zu kontrollieren. Ein asketisches und genügsames Leben, das dennoch in Freiheit gelebt werden kann, scheint Aldyn nicht zu schrecken. Er hat ein Ziel: sich auf das prestigeträchtige Naadym-Reiterrennen vorzubereiten, an dem Jungen im Alter von 7 bis 15 Jahren teilnehmen und möglicherweise zu gewinnen.

Octargay, 16 Jahre alt, blickt aus dem Fenster auf den rot gefärbten Berg. Ihre Mutter ruft ihr zu: "Wir warten auf dich". Octargai setzt sich einen Kopfschmuck mit Falkenfedern auf und verwandelt sich in eine Schamanin. Diese Gabe zeigte sich im Alter von 12 Jahren, als sie anfing, Halluzinationen zu haben und bemerkte, dass sie es regnen lassen und Menschen heilen konnte. In diesem Jahr wird Oktargai versuchen, ein für alle Mal Besitz von ihrem schamanischen Geist zu ergreifen.

Aldyn und Octargay könnten wir als hybrid sehen. Obwohl sie einem normalen Schullehrplan folgen, wie es ein Kind in Moskau tun würde, leben sie auch in dieser ganz anderen Nomadenwelt. Sie lernen, dass die "Menschheit" nur ein winziger Teil dieser komplexen Welt ist und dass die Natur von Geistern bewohnt wird und daher respektiert werden muss.

Der Druck, der auf ihren Schultern lastet, ist gross. Tuwa ist die Republik in der Russischen Föderation mit der höchsten Kriminalitäts- und Armutsrate. Gerade für Kinder, die in einer Nomadenfamilie aufwachsen, ist es eine Herausforderung zwischen den beiden Identitäten - modern und traditionell - eine Balance zu finden oder eine klare Entscheidung zu treffen.

Crew

Buch und Regie SVETLANA RODINA und LAURENT STOOP

Director of Photography: LAURENT STOOP

Produzentin: CORINNA DÄSTNER

Entwicklung gefördert von Bundesamt für Kultur, Berner Filmförderung, Cinéforom, Succes Passage Antenne SRG.